Zufällig vor die Linse bekommen und auch mal ganz genau hin gesehen
Ein gutes Tier – Ist das Klavier,
Still, friedlich und bescheiden, – Und muß dabei Doch vielerlei Erdulden und erleiden.
Der Virtuos – Stürzt darauf los
Mit hochgesträubter Mähne. – Er öffnet ihm Voll Ungestüm Den Leib, gleich der Hyäne.
Und rasend wild, – Das Herz erfüllt – Von mörderlicher Freude,
Durchwühlt er dann, Soweit er kann, Des Opfers Eingeweide.
Wie es da schrie, Das arme Vieh,
Und unter Angstgewimmer – Bald hoch, bald tief – Um Hilfe rief
Vergess’ ich nie und nimmer.
Wilhelm Busch
3. August 2009 · Kultur, Musik · Tags: Klaviertasten

